Die Störmeldung A01/810 erscheint bei Buderus-Brennwertgeräten, wenn der Brenner die Flamme nicht aufbauen oder nicht halten kann - ein sogenannter Flammenabriss oder Zündfehler. Die Heizung schaltet als Sicherheitsreaktion ab und wartet auf eine manuelle Entstörung.
In den meisten Fällen liegt die Ursache bei der Gasversorgung, dem Zündsystem oder einem verschmutzten Flammenüberwachungssensor. Die folgenden Schritte helfen Ihnen, die häufigsten Ursachen selbst zu prüfen - bevor Sie den Kundendienst rufen.
Was bedeutet A01/810 bei Buderus?
Der Code setzt sich aus zwei Teilen zusammen: A01 steht für die Störklasse (Abschaltung mit Sperrung), 810 kennzeichnet den Fehlerort - den Flammenwächter bzw. die Ionisationselektrode. Das Gerät hat beim Zündversuch keine stabile Flamme erkannt und sich deshalb gesichert abgeschaltet.
Betroffen sind vor allem Geräte der Serien GB125, GB142, GB162, Logamax plus GB172 und ähnliche Wandgeräte. Der genaue Ablauf kann je nach Modell leicht abweichen.
Mögliche Ursachen
- Gasversorgung unterbrochen: Haupthahn geschlossen, Gaszähler gesperrt oder Druckabfall im Netz.
- Verschmutzte Ionisationselektrode: Rußablagerungen verhindern die Flammenerkennung.
- Defekte oder falsch eingestellte Zündelektrode: Zu großer oder zu kleiner Elektrodenabstand, Kabelbruch.
- Gasventil schließt nicht korrekt: Verschleißteil, das bei älteren Geräten häufiger auftritt.
- Schlechte Gasqualität oder falscher Gasdruck: Besonders nach Umstellungen im Gasnetz.
- Abgasweg blockiert: Vogeleinbau, Schnee oder Eis an der Außenwandöffnung blockieren die Verbrennungsluft.
Entstörung und erste Maßnahmen
Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:
- Drücken Sie die Entstörtaste am Gerät (meist rote oder gelbe Taste, je nach Modell auch über das Menü). Das Gerät startet einen neuen Zündversuch.
- Prüfen Sie, ob der Gashahn am Gerät und am Hausanschluss vollständig geöffnet ist.
- Kontrollieren Sie, ob andere Gasgeräte im Haushalt (Herd, Warmwasserbereiter) funktionieren - schließen Sie so einen Ausfall der Gasversorgung aus.
- Schauen Sie an die Abgasöffnung an der Außenwand: Eis, Schnee oder ein Fremdkörper müssen entfernt werden.
- Starten Sie das Gerät nach einer kurzen Wartezeit (ca. 1 Minute) erneut.
Tritt die Störung nach zwei bis drei Entstörversuchen immer wieder auf, sollten Sie keinen weiteren Versuch starten - das kann Abgas in den Aufstellraum drücken.
Wann muss ein Fachbetrieb kommen?
Folgende Arbeiten dürfen ausschließlich zugelassene Fachbetriebe durchführen:
- Reinigung oder Austausch der Ionisations- und Zündelektrode
- Messung und Einstellung des Gasdrucks (statischer und dynamischer Fließdruck)
- Prüfung und ggf. Austausch des Gasventils
- Überprüfung der Abgasanlage auf Dichtigkeit und freien Querschnitt
Buderus empfiehlt außerdem eine jährliche Wartung durch einen autorisierten Heizungsbauer, die solche Fehler frühzeitig verhindert.
Buderus Kundendienst und Servicehotline
Wenn die Entstörung nicht gelingt oder Sie sich unsicher sind, wenden Sie sich an den Buderus Kundendienst. Die Servicehotline ist in Deutschland unter 0800 1 111 351 (kostenfrei) erreichbar. Halten Sie Modellbezeichnung, Seriennummer und das Baujahr des Geräts bereit - diese Angaben finden Sie auf dem Typenschild im Gerät oder in der Dokumentation.
Häufige Fragen
Kann ich die Entstörung bei A01/810 selbst durchführen?
Ja, das Drücken der Entstörtaste und das Prüfen der Gasversorgung dürfen Sie selbst vornehmen. Alle Arbeiten am Gassystem oder an der Elektrode erfordern jedoch einen Fachbetrieb.
Wie oft darf ich hintereinander entstören?
Maximal zwei bis drei Versuche. Danach sollten Sie das Gerät ausschalten und einen Fachbetrieb rufen, um Abgasaustritt zu vermeiden.
Was kostet eine Reparatur bei Flammenabriss?
Die Kosten hängen von der Ursache ab. Eine Elektrodenreinigung ist verhältnismäßig günstig (Wartungspaket); ein Gasventiltausch liegt je nach Modell zwischen 150 und 400 Euro inklusive Arbeit.
Tritt A01/810 häufiger in bestimmten Jahreszeiten auf?
Im Winter kann ein blockierter Abgasausweg (Eis, Schnee) die häufigste Ursache sein. Im Sommer oder nach längerer Nichtnutzung können Ablagerungen an der Ionisationselektrode die Ursache sein.